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Eine Weile dem Trubel entkommen: Saarländischer Frauenchor überzeugte in der Schwarzenacker Kirche Mariä Geburt

Schwarzenacker
Eine Weile dem Trubel entkommen
Saarländischer Frauenchor überzeugte in der Schwarzenacker Kirche Mariä Geburt
Thorsten Wolf
8. Dezember 2016

Einen anspruchsvollen Querschnitt durch die Literatur dieser Jahreszeit bot der Saarländische Frauenchor bei seinem Gastspiel in Schwarzenacker. Das Ensemble ist bemüht, qualitativ hochwertigere Literatur zu singen.
Unter der musikalischen Leitung von Marion Wildegger-Bitz (rechts) berührte der Saarländischen Frauenchor am Sonntag in Schwarzenacker seine Zuhörer mit wunderbarer Musik, passend zur Vorweihnachtszeit. Foto: Thorsten Wolf
Unter der musikalischen Leitung von Marion Wildegger-Bitz (rechts) berührte der Saarländischen Frauenchor am Sonntag in Schwarzenacker seine Zuhörer mit wunderbarer Musik, passend zur Vorweihnachtszeit. Foto: Thorsten Wolf

Wer sich auf eine besinnliche Weihnachtszeit einstimmen will, der ist in diesen Tagen an zwei Orten ganz besonders gut aufgehoben: Auf einem der zahlreichen Weihnachts- und Nikolausmärkte in unserer Region - oder bei einem der nicht minder zahlreichen, vorweihnachtlichen Konzerte. Am Sonntag trug der Saarländische Frauenchor mit seinem Konzert in der katholischen Kirche Mariä Geburt in Schwarzenacker zum Reigen besinnlicher Stunden mit bei.

Unter der musikalischen Leitung von Marion Wildegger-Bitz lieferten die Sängerin um die Vorsitzende Maria Elisabeth Breit einen anspruchsvollen Querschnitt durch die musikalische Literatur dieser besonderen Jahreszeit. So fanden sich auf den Notenblättern mit „Puer natus in Bethlehem“, „Salve Regina“ und „Wie lieblich sind Deine Wohnungen“ natürlich Werke von Josef Rheinberger, aber auch Klassiker wie „Maria durch den Dornwald ging“ und „Es ist ein Ros entsprungen“ - als Reminiszenz an klassische Weihnachtslieder.

So schön die Musik, so schwierig die Rahmenbedingungen, sang doch zeitgleich der Landes-Jugendchor Saar in der protestantischen Stadtkirche in Homburg. Hier wäre eine terminliche Abstimmung mit Sicherheit für beide Formationen gewinnbringend gewesen. Nun war es aber so, wie es eben war - und der Saarländische Frauenchor ließ keinen seiner Gäste bereuen, sich in der „Qual der Wahl“ für Schwarzenacker entschieden zu haben. Grundsätzlich sei es nicht leicht, für ein solches, vorweihnachtliches Konzert wie das vom Sonntag ein musikalisches Programm zu entwerfen, das sich im Guten von dem der zahlreichen anderen Konzerte dieser Art in diesen Tagen abhebe. „Wir bemühen uns, schon ein bisschen qualitativ hochwertigere Literatur zu singen. Gleichzeitig versuchen wir aber auch, unser Programm so zu mischen, dass die Zuhörer auch etwas davon haben“, erklärte Marion Wildegger-Bitz. „Denn wenn es zu kompliziert wird, dann ist es für viele zu schwer zu hören. Wir wollen einen guten Mix hinkriegen aus Qualität und Sachen, die die Leute vor Weihnachten einfach hören wollen.“

Dabei sei es überhaupt nicht schwer, die Sängerinnen in dieser zwar besinnlichen, aber trotzdem nicht wirklich stressfreien Zeit für ein solches Konzert zu motivieren, versicherte Breit. „Unsere Sängerinnen machen das gerne, sie freuen sich darauf.“ Eben diese kämen aus dem ganzen Saarland - mit 30 Sängerinnen könne man auf eine gute Basis zurückgreifen, anders als so manche männlichen Pendant-Chöre. Maria Elisabeth Breit: „Sagen wir mal so, bei den Frauenchören sind die Probleme wohl wirklich nicht so groß wie bei den Männern. Bei vielen Männern liegt die Stimme brach.“

Das traf natürlich nicht für die Sängerinnen des Saarländischen Frauenchors zu. Deren Stimmen sorgten, oft getragen von wunderbaren Soli, für das, was ein solches Konzert in diesen Tagen einfach vermitteln soll: Vorweihnachtliche Stimmung und die Möglichkeit, für ein Weile dem Trubel zu „entkommen“. Für die instrumentale Begleitung am Klavier war Marina Kavtaradze verantwortlich.






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