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Feierabend für den BBV Saar-Pfalz: Offenbar kein Trainings- und Spielbetrieb mehr beim letztjährigen Oberligisten

Homburg
Feierabend für den BBV Saar-Pfalz
Offenbar kein Trainings- und Spielbetrieb mehr beim letztjährigen Oberligisten
Mirko Reuther
18. November 2016

Kaum noch Interesse, wenig ehrenamtlicher Helfer: Beim BBV Saar-Pfalz wird seit diesem Sommer kein Basketball mehr gespielt. Dem Verband offiziell Bescheid gesagt hat aber noch niemand.
Abpfiff für die Basketballer des BBV Saar-Pfalz. Die Männer in den weißen Trikots treten nicht mehr in der Oberliga an – hier ist Janik Schwalb in einem Spiel im März am Ball. Die Zeiten von hochklassigem Basketball im Sportzentrum Erbach sind damit vorbei. Foto: Hagen
Abpfiff für die Basketballer des BBV Saar-Pfalz. Die Männer in den weißen Trikots treten nicht mehr in der Oberliga an – hier ist Janik Schwalb in einem Spiel im März am Ball. Die Zeiten von hochklassigem Basketball im Sportzentrum Erbach sind damit vorbei. Foto: Hagen

Auf der Internetseite des Basketballverbands Saar (BVS) findet man ihn noch – den Verein BBV Saar-Pfalz. Trainiert oder gespielt wird dort seit Mitte des Jahres allerdings nicht mehr. BVS-Präsident Dirk Kaufmann meint aber: „Eine offizielle Abmeldung hat nie stattgefunden, meines Wissens ist der Verein aber Geschichte.“ Das bestätigt Steven Berni. Der 30-Jährige war in der vergangenen Saison beim damaligen Oberligisten BBV Saar-Pfalz Sportkoordinator. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich das Ende des Vereins bereits ab. Denn schon im vergangenen Jahr kehrte der damalige Vorstand und Hauptsponsor Michael Littig dem BBV den Rücken. Offiziell aus beruflichen Gründen. Hinter vorgehaltener Hand heißt es in Homburg aber, dass Littig das Interesse an dem Verein verlor. Zum einen, weil die Saarpfälzer den Aufstieg in die Regionalliga in der Relegation gegen die SGK Roßdorf verpassten. Zum anderen, weil Littigs damals beim BBV spielender Sohn den Verein nach einem Wechsel seines Studienortes verließ.

Berni erklärt: „Ich bin selbstständig und habe versucht, den finanziellen Verlust mit meiner Firma abzufedern. Trainer Theo Tarver konnten wir so halten. Aber die Strukturen des Vereins bestanden zum Teil noch vom Vorgänger-Club Saarpfalz-Braves aus der 2. Bundesliga. Die Spieler bekamen Geld. Aber es gab nur wenige Personen, die sich ehrenamtlich engagierten. Auf Dauer und im selben Umfang war das nicht zu stemmen.“ Nach dem Abstieg aus der Oberliga im Frühjahr 2016 zog der neue BBV-Vorstand einen Schluss-Strich. Allerdings, ohne den BVS davon in Kenntnis zu setzen. „Das lief alles recht heimlich, still und leise ab. Es gibt auch noch einige Auslagen gegenüber der Stadt und dem Verband zu begleichen“, sagt Präsident Kaufmann. „Davon weiß ich nichts. Den Kontakt zu Verband und Stadt lag nicht in meinem Aufgabenbereich. Ich war alleine für das Sportliche zuständig“, erklärt Berni. „Die Verantwortlichen leben inzwischen nicht mehr in Deutschland“, bestätigt Kaufmann, der aber keine Namen nennen will: „Es geht nicht darum, jemanden an den Pranger zu stellen. Wir werden erst einmal intern klären, warum wir den Verein nicht früher auf die Probleme angesprochen haben. Die Anzeichen gab es schließlich schon länger.“

Berni erklärt: „Mit dem BBV wird eine meiner größten Leidenschaften begraben. Aber das Interesse in Homburg ist stark geschwunden, nachdem wir unseren Fokus in der Saison zuvor auf die Nachwuchsförderung legten. Man muss auch zugeben: Beim BBV haben sich zu wenige Menschen ehrenamtlich engagiert, um den Verein am Leben zu erhalten", weiß Berni, der seit seinem 13. Lebensjahr in Homburger Vereinen Basketball spielte.






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