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Die „Kobra“ schlägt wieder zu: Primstal siegt beim Turnier des SV Limbach-Dorf – Trainer spielt auch selbst wieder – FKP gewinnt in Theley

Limbach
Die „Kobra“ schlägt wieder zu
Primstal siegt beim Turnier des SV Limbach-Dorf – Trainer spielt auch selbst wieder – FKP gewinnt in Theley
sem/bene
10. Januar 2017

Tore, Titel und Turniere satt: Mit 14 Veranstaltungen war das abgelaufene gleichzeitig auch das größte Masters-Wochenende des Hallenwinters. Der VfL Primstal war zweimal am Start, wurde einmal Erster und einmal Zweiter. Ob es aber zum Mastersfinale reicht, ist fraglich.
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Turnier des SV Limbach-Dorf

Die „Kobra“ kann es noch! Völlig unerwartet lief Trainer Andreas Caryot (47) beim Risch-Cup seines früheren Clubs SV Limbach-Dorf (51 Wertungspunkte) erstmals als Spieler im Dress von Fußball-Saarlandligist VfL Primstal auf. Die Rot-Schwarzen gewannen das Turnier prompt, Caryot steuerte im Turnierverlauf zwei Treffer bei. „Wir haben im Moment ein paar personelle Probleme, und ich hatte zufällig die Tasche im Auto. Deshalb habe ich gespielt“, meinte Caryot nach dem 3:0-Endspielsieg seiner Mannschaft gegen die SF Köllerbach lachend.

 

Der Hauptgrund für seinen ersten Einsatz als Spieler beim VfL war dann aber doch ein anderer. Caryot wollte einmal gemeinsam mit seinem Sohn Jonas auf dem Feld stehen. „Das hat es noch nie gegeben, und es hat mir Riesenspaß gemacht“, erklärte der Übungsleiter. Im Finale traf Caryot gegen Köllerbach zwar nicht, dafür sorgten Steffen Haupenthal, Tobias Zimmer sowie ein Eigentor von Köllerbachs Spielertrainer Robin Vogtland für den deutlichen Erfolg des VfL.

Auf dem Weg ins Endspiel hatten die SF Köllerbach mit der SG Lebach-Landsweiler den Tabellenzweiten der Masters-Qualifikationswertung aus dem Rennen geworfen. Die Sportfreunde gewannen die Partie glatt mit 4:0. Lebach-Landsweiler wurde danach durch ein 8:0 gegen Landesligist SF Hüttersdorf wenigstens noch Dritter. SG-Mittelfeldspieler Manuel Wollscheit nahm das Halbfinal-Aus gelassen. „Wir können ja nicht jedes Turnier gewinnen“, meinte er. Mit 95,80 Punkten ist sein Team weiter klar auf Kurs Mastersfinale.

 

Turnier des VfB Theley

Paul Breitner, ehemaliger Nationalspieler des FC Bayern München, soll 1982 nach einer Niederlage mit dem FCB beim 1. FC Kaiserslautern einmal gesagt haben: „Am besten schicken wir die Punkte gleich per Post in die Pfalz.“ Auch der VfB Theley könnte den Scheck mit dem Preisgeld für den Sieg beim Adidas-Schaumberg-Cup eigentlich direkt in die Pfalz schicken. Allerdings nicht zum 1. FC Kaiserslautern, sondern zum Regionalligisten FK Pirmasens.

 

Der gewann am Sonntagabend nämlich zum vierten Mal in Folge dieses Masters-Qualifikations-Turnier (54 Wertungspunkte). Im Endspiel setzte sich der FKP mit 3:1 gegen den VfL Primstal durch. „Ich war zum ersten Mal dabei, ich wusste gar nicht, dass das für uns der vierte Sieg in Folge hier war“, staunte der Pirmasenser Mittelfeldspieler Salif Cissé. Er hatte zuvor mit einem Freistoß das entscheidende 3:1 erzielt. Primstal war durch Kevin Appleby in Führung gegangen. Doch dann drehten Jonas Singer und Kai Merk die Partie zugunsten des Regionalligisten, ehe Cissé den Sack zumachte.

„Wir waren in der Endrunde mit jedem Gegner auf Augenhöhe. Im Finale hat dann einfach das nötige Quäntchen Glück gefehlt“, fand Primstals Torschütze Appleby. „Wir hoffen aber, dass die Punkte für Platz zwei am Ende doch reichen werden, um noch auf den Zug zum Masters aufzuspringen.“ Aktuell liegt der VfL auf dem neunten Platz mit 0,10 Punkten Rückstand auf die SF Köllerbach, die auf dem ersten Masters-Qualifikationsplatz stehen. Der VfL ist noch bei den Turnieren des TuS Hirstein/SV Furschweiler und des SV Wahlen im Einsatz. Gewinnt er beide, wäre in Richtung Masters noch alles drin.

Im Halbfinale hatte Primstal übrigens das Lokalderby gegen den SV Hasborn durch einen Treffer von Tobias Scherer Sekunden vor der Schluss-Sirene mit 2:1 gewonnen. Im zweiten Semi-Finale hatte Pirmasens Oberligist FC Wiesbach mit 5:2 geschlagen. Wiesbach siegte anschließend im Duell um Platz drei mit 6:3 gegen Hasborn. Das Theleyer Turnier sahen insgesamt 1000 Zuschauer.

 

Turnier des FC Wadrill

Für den FC Wadrill endete der eigene LBS-Cup in der Waderner Herbert-Klein-Halle auf dramatische Weise: Der gastgebende Landesligist lag im Viertelfinale bis in die allerletzten Sekunden hinein mit 3:2 in Führung – dann schlug Ligarivale SV Losheim durch Marcel Hammes zurück und triumphierte letztlich mit 5:4 nach Siebenmeter-Schießen. „Das war Dramatik pur. Wir sind letztlich aber selbst schuld“, sagte Wadrills sportlicher Leiter Ralf Weiser.

 

Pech für Losheim dann aber im Finale. Da vergab der SVL gegen den favorisierten Rheinlandligisten FSV Tarforst nach der 2:0-Führung durch Lukas Becker die mögliche Vorentscheidung und unterlag nach einem späten Trierer Tor durch Michael Hassani am Ende noch mit 3:4. „Es ist schade, dass es auch im dritten Finale nicht zum Sieg gereicht hat. Ich hätte es der Mannschaft gegönnt“, sagte Meli, dessen Team in diesem Winter schon in Brotdorf und beim eigenen Turnier Zweiter geworden war. Bei einem Erfolg hätte Losheim sogar Richtung Masters schielen können. Das dürfte nun schwer werden.

Im Halbfinale des Wadriller Turniers hatte der SVL beim 3:1 gegen den SV Weiskirchen wenig Mühe, richtig eng lief es dagegen zwischen Tarforst und der FSG Schmelz-Limbach, die erst nach Siebenmeterschießen mit 3:4 unterlag. Im Landesliga-Duell mit Weiskirchen, das im Viertelfinale Titelverteidiger 1. FC Reimsbach mit 3:2 besiegt hatte, sicherte sich Schmelz-Limbach durch ein 3:1 zumindest Rang drei.

Für die Vereine aus dem Kreis St. Wendel war dagegen früh Endstation. Der VfR Otzenhausen und die SG Peterberg schafften als beste Kreisvereine immerhin den Einzug in die Zwischenrunde, wo Peterberg nach einem 1:1 gegen Verbandsligist 1. FC Reimsbach durch ein 2:1 gegen die SG Hoppstädten /Weiersbach unglücklich ausschied. Otzenhausen unterlag Losheim (0:8) und dem SV Bardenbach (0:7). Das Turnier verfolgten an drei Tagen rund 700 Zuschauer.

 

Turnier der FSG Schiffweiler

Saarlandligist Spvgg. Quierschied hat mit einem Sieg beim Masters-Qualifikationsturnier der FSG Schiffweiler seine Chance gewahrt, erstmals seit 1993 wieder beim Finalturnier dabei zu sein. „Dass wir derzeit in der Halle so viel Erfolg haben, ist Balsam für die geschundenen Fußballer-Seelen meiner Spieler. Auf dem Feld haben sie ja in der Hinrunde ziemlich oft auf die Ohren bekommen“, freut sich der Trainer der Sportvereinigung, Lothar Pesch. In der Qualifikationstabelle steht Quierschied auf Rang fünf. Trotzdem ist die Masters-Teilnahme noch lange nicht eingetütet. „Ich denke, es wird noch einmal ganz eng. Wir spielen nur noch beim Turnier der DJK Bildstock, die meisten unserer Konkurrenten sind noch bei zwei Turnieren im Einsatz“, erklärt Pesch.

 

Beim Turnier in Schiffweiler setzte sich Quierschied trotz eines zweimaligen Rückstandes mit 4:2 gegen Landesligist VfB Hüttigweiler durch. Mexhid Kadrija glich sowohl das 1:0 für den VfB durch Julian Scharding, wie auch das 2:1 für den Außenseiter durch André Salm aus. Sascha Schaum brachte die Spvgg. mit 3:2 in Führung. Lukas Mittermüller traf zum 4:2

Mit Faruk Ljaic (neu von den SF Köllerbach) und Onur Dede (vom SC Friedrichsthal) setzte Quierschied bei der Veranstaltung zwei seiner fünf Winter-Neuzugänge ein. Die anderen drei Neuen Amon Gadell (SV Elversberg II), Johannes Reichrath (SV Saar 05) und Sascha Scheid (FC Kutzhof) spielten dagegen noch nicht.

Auf dem Weg ins Finale hatte Quierschied im Halbfinale Gastgeber SG Schiffweiler-Landsweiler/Reden ausgeschaltet (5:1). „Ausgerechnet in diesem Spiel haben wir unsere schlechteste Leistung an diesem Tag gezeigt“, stöhnte SG-Spielertrainer Sascha Neumann. Sein Team wurde danach aber durch ein 2:1 gegen Landesligist FC Wiesbach II immerhin Dritter. 550 Zuschauer kamen insgesamt zum Turnier der FSG.






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