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Rote Teufel und Hasen helfen Kindern

Hassel
Rote Teufel und Hasen helfen Kindern
Cornelia Jung
21. März 2017

Zwei Hasseler Vereine, der Osterhasenverein und der FCK-Fanclub Red Boyz, helfen Jahr für Jahr kranken Kindern. Diesmal sind's 2700 Euro.
Vor einem Jahr fuhren die Red Boyz mit einigen Kindern und Eltern der „Ekkis“ zu einem Heimspiel nach Kaiserslautern. Neben dem Spaß, den man gemeinsam hatte, lernte man sich auch untereinander kennen. Foto: Cornelia Jung
Vor einem Jahr fuhren die Red Boyz mit einigen Kindern und Eltern der „Ekkis“ zu einem Heimspiel nach Kaiserslautern. Neben dem Spaß, den man gemeinsam hatte, lernte man sich auch untereinander kennen. Foto: Cornelia Jung

Der Hasseler Osterhasenverein und die aus dem gleichen Ortsteil stammenden Red Boyz, der Fanclub des 1. FCK, haben ein Herz für Kinder. Die Erlöse ihrer Veranstaltungen wie dem Hasseler Dorffest, bei dem beispielsweise die Fußballfans immer ein Tischfußballturnier und eine Tombola veranstalten, geht jedes Jahr an die Elterninitiative krebskranker Kinder, kurz „EkKi's“ in Homburg.

Jedes Jahr wieder freuen sich die Mitglieder beider Vereine über die glücklichen Gesichter der EkKi-Vertreter und darüber, wenn berichtet wird, was mit der Finanzspritze alles bewirkt werden kann. In diesem Jahr kamen bei den Red Boyz 2200 Euro, 200 Euro mehr als im vergangenen Jahr, und bei den „Osterhasen“ 500 Euro zusammen, die sie im Sportheim Hassel an Sigrid Singer und Anne Heisel von der Elterninitiative übergaben. Bei der Übergabe erzählte Michael Löwe von den Red Boyz, dass der Spenden-Erfolg auch vielen Hasseler Bürgern und Gewerbetreibenden zu verdanken ist die fleißig für die Tombola Sachspende zur Verfügung stellten. „Der Keller war voll“, sagte er.

Auch ein Hauptsponsor der Kaiserslauterer Profis, ein Hausgerätehersteller, ließ sich nicht lumpen und steuerte Pfannen und Töpfe als Preise bei. Dabei sei man auch über Kleinigkeiten froh, wie der Bereitstellung eines Gutscheins vom ortsansässigen „Döner-Mann“. Die Osterhasen würden gern noch mehr für die kranken und genesenden Kinder der „Villa Kunterbunt“ tun, als „nur“ private Spenden zu sammeln, doch sie hätten ein Alter erreicht, wo man nicht mehr so viel organisieren könne. „Aber eins haben wir uns nicht nehmen lassen“, so Osterhase Heinz Anstadt, „seit 30 Jahren gehen wir in der Woche vor Ostern zu den Kindern nach Homburg und verteilen Osterkörbchen und das wollen wir auch noch lange machen.“

Das kommt bei Kindern und Eltern gut an. Eine große Freude machten den EkKis auch die Red Boyz mit der Einlösung eines Versprechens, das sie im vergangenen Jahr bei der Scheckübergabe machten. Sie luden die krebskranken Kinder und deren Angehörige zu einem Heimspiel des 1.FC Kaiserslautern ein, dass dieser auch noch gewann. Die strahlenden Gesichter der Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 22 Jahren waren ein Lohn für das langjährige Spendenengagement. Das beeindruckte auch die Mitarbeiter des Busunternehmens Horst Becker in Spiesen-Elverberg, dessen Chef sich spontan bereit erklärte, die kleinen Fans persönlich kostenlos zum Spiel zu fahren. „Sie alle haben Lichtblicke für die Kinder gesetzt“, sagte Sigrid Singer. Und auch in diesem Jahr wird es solch eine Fahrt geben, auf die sich beide Seiten schon freuen.

Auch für die Spendengelder gibt es vielfältige Verwendung, wie Singer sagte. „Wir unterstützen in erster Linie Kinder, die stationär in Homburg oder in der Nachsorge sind. Da gibt es Aktivitäten wie klettern auch für Geschwisterkinder, die so beim Verlust von Schwester oder Bruder Ablenkung erfahren“, sagt die St. Ingberterin. Solche Aktivitäten seien von Entspannung und Spaß geprägt, und alles andere als Ernst. Die Finanzspritzen werden aber auch für Laptops eingesetzt, mit denen die Nachhilfe gelingt, wenn ein Kind wegen seiner Krankheit nicht am Unterricht teilnehmen kann. Es werde aber auch die Forschung unterstützt. Das lohne sich besonders, denn 94 Prozent der leukämiekranken Kinder können geheilt werden, wie die zwei EkKi-Mitarbeiterinnen sagten. Außerdem könne man mit dem Geld personell aufstocken, denn auch in diesem Bereich der Kinderonkologie gebe es einen niedrigen Personalschlüssel.

Mit dem zusätzlichen Geld werden aber ebenso Klinikclowns oder Bastelabende bezahlt oder spezielle Essenswünsche der kleinen Patienten erfüllt. Das Geld wissen die spendenfreudigen Männer gut angelegt und so werden die Osterhasen und die Red Boyz sich auch in diesem Jahr wieder ins Zeug legen, um das jetzige Spendenergebnis zu toppen. Ihr größter Dank sind leuchtende Kinderaugen.






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