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Das Narrenschiff in voller Fahrt

Hilbringen
Das Narrenschiff in voller Fahrt
Ute Keil
14. Februar 2017

Die Särkover Narrengilde feierte ausgelassen mit tollen Büttenreden, akrobatischem Tanz und wadenwackelndem Männerballett.
Die Särkover Quitscheentchen schwammen sich gut gelaunt auf der Bühne frei. FOTO : WERNER KREWER
Die Särkover Quitscheentchen schwammen sich gut gelaunt auf der Bühne frei. FOTO : WERNER KREWER

Die Särkover sind eine sagenhafte Spezies. Und gesund müssen sie sein, denn sie schicken „Frauen“ im zarten Alter von 108 Jahren auf die Bühne. Und was geht denen hauptsächlich im Kopf herum? Natürlich Männer und Sex. Sie lästern über eine 103-Jährige, die noch einmal heiraten will und ihren Hochzeitstisch in der Apotheke bestellt. Dann wenden sie sich den Honoratioren im Bühnenhintergrund zu: „Ach, das ist ja der Elferrat! Wir dachten schon, hier wäre betreutes Wohnen“ – die erste Lachsalve des Abends war garantiert.

Prinz Chempi der Kräftige erzählte von seiner Reise nach Saarbrücken zum Prinzenfrühstück. Schon die Fahrt war nicht ganz einfach: „Früher hat man gesungen: Es fährt ein Zug nach Nirgendwo. Heute fährt nirgendwo ein Zug.“

Die Särkover Narrengilde ist ein Publikumsmagnet. Wenn ihre Fanfaren zum Angriff auf den Ernst des Lebens blasen, ist die Halle voll und gute Stimmung programmiert. Sitzungspräsident Daniel Barth und die beiden Tollitäten, Marco I. und Sandra III., regierten ein ausgelassenes Völkchen, das sich auch von einem „Alltagsmeckerer“ den Abend nicht verderben ließ. Putzfrau und Hausmeister wissen immer recht gut Bescheid über die Schwächen ihrer Mitmenschen und plauderten ungeniert aus dem Nähkästchen, und auch die lustigen Sänger aus Ballern trugen viel zum Gelingen des Abends bei.

Eine besondere Freude waren die vielen schönen Tänze, die das Auge erfreuten und den artig strapazierten Lachmuskeln Pausen gönnten. Da gab es Tanzmariechen und einen Major, Space Cowboys, Piraten und Quietsche-Entchen. Würdige Hausfrauen im Morgenrock entpuppten sich als fetzige Ballerinas. Das waren die Särkover Schätzja, die von den Zuschauern begeistert gefeiert wurden. Die Herren des Hemmersdorfer Männerballetts, die „Wadenwackler“ – gern gesehene Gäste in Hilbringen – hatten sich in Seemänner verwandelt, und die Funkengarde verführte das Publikum zu einer Kreuzfahrt auf dem Särkover Narrenschiff. 15 Mal Pippi Langstrumpf – das war das Männerballett Hilbringen, der letzte und wirkliche Höhepunkt dieser närrischen Sitzung. Dann, nach einem verbalen Schlussakkord des Präsidenten, eröffnete das Prinzenpaar den Tanz in den Morgen.

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Die Akteure bei der Hilbringer Kappensitzung Präsident: Daniel Barth; Prinzenpaar: Marco I. und Sandra III.; Tänze: Kinder-, Funken- und Jugendgarde, Tanzmariechen Melina und Tamara Schmidt, Johanna Barth, Anna-Lena Horf, Alisha Herzig und Major Denniz Hünnemeyer; Särkover Schätzja und die Männerballettgruppen aus Hemmersdorf und Hilbringen; Trainerinnen: Simone Hensgen, Ulrike Görtz, Susanne Schoppe, Jenny Heuser, Kathrin Schoppe, Nicole Treib, Anna Lena Schmitt, Sabine Linster, Angelina Costa-Martins, Isabell Treib, Patricia Wunsch, Carmen Heger-Kuner, und Tanja Kranz; Musik: Fanfarencorps unter der Leitung von Klaus Wallrich; Bütt und Gesang: Lustige Sänger aus Ballern, Winfried Tritz, Michael Hensgen, Nina Gelz, Horst Bohrofen, Christoph Warken und Hans-Jürgen Schmitt.






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