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Gerechte Miete für die Wohnung

Gerechte Miete für die Wohnung
Von SZ-Redakteurin Christine Maack
22. Juli 2008

Homburg. Was ist mein Haus wert? Was kann ich dafür als Vermieter verlangen? Habe ich eine gute Lage? Es gibt kaum Fragen, die Hausbesitzer mehr umtreiben als diese. Auch wenn es vordergründig um Lärm, Elektrosmog, Auspuffgase oder nervige Nachbarn geht, stets ist doch der Wert der eigenen Immobilie das Wichtigste
Welches ist die beste Wohnlage am Ort? Meistens sind es die guten alten Villen, die schon vor 100 Jahren die Nase vorne hatten. Denn bei ihnen paart sich eine ruhige Wohnlage mit guter Infrastruktur, was in vielen Neubaugebieten nicht der Fall ist. Foto: SZ
Welches ist die beste Wohnlage am Ort? Meistens sind es die guten alten Villen, die schon vor 100 Jahren die Nase vorne hatten. Denn bei ihnen paart sich eine ruhige Wohnlage mit guter Infrastruktur, was in vielen Neubaugebieten nicht der Fall ist. Foto: SZ

Homburg. Was ist mein Haus wert? Was kann ich dafür als Vermieter verlangen? Habe ich eine gute Lage? Es gibt kaum Fragen, die Hausbesitzer mehr umtreiben als diese.

Auch wenn es vordergründig um Lärm, Elektrosmog, Auspuffgase oder nervige Nachbarn geht, stets ist doch der Wert der eigenen Immobilie das Wichtigste. Um diesen Wert annähernd zu beurteilen, gibt es seit Montag einen Mietspiegel in Homburg (wir berichteten). Es sei der erste im gesamten Saarland aufgelegte qualifizierte Mietspiegel, hieß es dazu aus dem Landratsamt. Der Mietspiegel ist eine Gemeinschaftsarbeit des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Saarpfalz-Kreis sowie von Vertretern der Stadt Homburg. Wissenschaftlich begleitet wurde seine Ausarbeitung von Betriebswirten der Fachhochschule Zweibrücken.

"Wir haben 1000 solcher Bögen verschickt", erklärt Edith Stahl vom Gutachterausschuss des Kreises, "es sind 13 Prozent davon wieder zurückgekommen." Das Ausfüllen war nicht ganz einfach, denn der Bogen umfasste neun Seiten. Alles wurde abgefragt: Wohnfläche, Garagen, Zustand der Wohnung innen und außen, Modernisierung, Wohnlage, Belastungen durch Lärm und Abgase, Infrastruktur. "Alles ist vollkommen anonym abgelaufen, wir wussten in keinem Fall, woher die Bögen kamen", erklärt Edith Stahl, "das war mit dem Datenschutz abgeklärt."

Das Ergebnis mag dennoch kaum erstaunen: Am besten wurden jene Wohnlagen beurteilt, die ohnehin zu den Homburger Top-Adressen zählen. Und wer in einer Durchgangsstraße wohnt, hat nun auch ganz offiziell die schlechteren Karten. Das wusste man allerdings auch ohne den Mietspiegel. Dennoch: Für eine Bestätigung der eigenen Top-Lage war der Mietspiegel gar nicht gedacht. Er soll vielmehr eine Übersicht über die in Homburg gezahlten Mieten geben. Es finden sich darin die Werte, die als ortsübliche Vergleichsmieten bezeichnet werden.

Mit einem Blick in den Mietspiegel könne ein Mieter schnell prüfen, ob er eine normale Miete für seine Wohnung zahle, betonte OB Karlheinz Schöner. Für Personen, die eine Wohnung neu mieten möchten, aber auch für Vermieter, könne der Mietspiegel als Orientierungshilfe dienen

Außerdem könne der Mietspiegel einen Beitrag dazu leisten, Mietstreitigkeiten zu vermeiden oder diese außergerichtlich zu klären.

Auf einen Blick

Den Mietspiegel für Homburg findet man auf den Webseiten www.saarpfalz-kreis.de und www.homburg.de als kostenlosen Download. Außerdem ist der Mietspiegel in kopierter Form bei der Kreisverwaltung in Homburg für einen Euro erhältlich. Zurzeit entsteht auch eine Broschüre dazu. red






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