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"Pflegestützpunkte machen Sinn"

"Pflegestützpunkte machen Sinn"
28. Februar 2008

Mainz. Die Mainzer Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) hat die Einigung der großen Koalition auf Pflegestützpunkte begrüßt
Mainz. Die Mainzer Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) hat die Einigung der großen Koalition auf Pflegestützpunkte begrüßt. "Die bundesweit einmalige flächendeckende Struktur von 135 bereits bestehenden Beratungs- und Koordinierungsstellen für Pflegebedürftige in Rheinland-Pfalz erleichtert hier den Aufbau der neuen Stützpunkte", sagte Dreyer gestern im Landtag. Das SPD-regierte Rheinland-Pfalz halte diese geplanten Anlaufstellen für sinnvoll.

Am Mittwoch hatten sich in Bonn die Spitzen der großen Koalition auf Bundesebene auf Pflegestützpunkte geeinigt. Allerdings bleibt die Entscheidung darüber den einzelnen Ländern überlassen - der SPD-Plan eines Netzes von bundesweit 4000 Stützpunkten ist vom Tisch. Der Kompromiss gilt als Voraussetzung für den geplanten Start der Pflegereform am 1. Juli. Gesundheitsministerin Dreyer versicherte, dass diese bestehenden Stellen in die neuen Pflegestützpunkte integriert würden. Die Hilfen für Pflegebedürftige sollen damit intensiviert werden.

Dreyer verwies auch auf den bislang einzigen Modell-Pflegestützpunkt des Landes in Ingelheim bei Mainz. Die Einrichtung gilt als Vorläuferin für die anderen neuen Anlaufstellen für Pflegebedürftige in Rheinland-Pfalz.

Die CDU im Bund und mehrere Verbände hatten Pflegestützpunkte als zu teuer und zu bürokratisch kritisiert. Sie schlugen Beratungsgutscheine vor, die in bereits vorhandenen Anlaufstellen eingelöst werden könnten. Dreyer wandte sich erneut dagegen: "Diese Scheine gewährleisten zu wenig Unterstützung." Zudem führe dieses System zu einer unübersichtlichen Situation verschiedener Anbieter von Beratungen mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Interessen. dpa

HINTERGRUND

Die neuen Pflegestützpunkte sollen unabhängig beraten, Anträge auf Pflegeleistungen annehmen und rasch an die Kassen weiterleiten. Der Verlauf eines Pflegefalls soll hier zentral betreut werden. Bestehende Angebote müssen berücksichtigt werden. red






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