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„West Side Story“ sorgt für Gänsehaut-Momente: Das Sinfonische Blasorchester des Musikvereins Wemmetsweiler setzte beim Neujahrskonzert auf Klassiker

Merchweiler
„West Side Story“ sorgt für Gänsehaut-Momente
Das Sinfonische Blasorchester des Musikvereins Wemmetsweiler setzte beim Neujahrskonzert auf Klassiker
Maria Boewen-Dörr
19. Januar 2017

Bekannte Musical-Melodien, zum Beispiel aus „Les Miserables“ oder „Carmen“ präsentierte das Sinfonische Blasorchester Wemmetsweiler. Das Publikum war von Programm und Interpretation gleichermaßen begeistert.
Samira Pohl (acht Jahre), Überraschungsgast beim Neujahrskonzert des Sinfonischen Blasorchesters, gemeinsam mit den Solisten Sue Lehmann und David Steines. Foto: Boewen-Dörr
Samira Pohl (acht Jahre), Überraschungsgast beim Neujahrskonzert des Sinfonischen Blasorchesters, gemeinsam mit den Solisten Sue Lehmann und David Steines. Foto: Boewen-Dörr

Einen großen Unterhaltungswert versprach der Vorsitzende des Musikvereins Wemmetsweiler, Werner Schöne, den Gästen zu Beginn des zwölften Neujahrskonzertes. Und er hatte nicht zu viel versprochen. Das Sinfonische Blasorchester überzeugte wieder einmal mit erstklassigen Interpretationen äußerst ansprechender Werke. Die Sopranistin Sue Lehmann und der Tenor David Steines ernteten tosenden Applaus für ihre Gesangsvorträge.

Orchestrale Kontrapunkte setzte der Musikverein unter der Leitung von Stefan Barth mit der Ouvertüre „Die Macht des Schicksals“ von Verdi, und mit der Aufsehen erregenden Tondichtung „Egmont“ von Bert Appermont sowie der schwungvollen Ouvertüre zu „Candide“. Mit „Glitter and Be Gay“ übermittelte die Solistin die Geschichte einer Frau, die Kunigunde heißt und sich nach Reichtum und Glitter sehnt und dafür ihren Körper verkauft. Die Stimmungslage – mal euphorisch, mal verzweifelt, aber immer wieder ein bisschen verrückt – spiegelten sowohl die gesanglichen als auch die musikalischen Interpretationen. Barth betonte, dass es etwas ganz Besonderes sei, dieses Musikstück von Leonard Bernstein zu spielen. Die außergewöhnlichen Interpretationen wurden außerdem durch eine Videoleinwand mit passenden Bildausschnitten in Szene gesetzt. Klassisch war der Einstieg zu Beginn, bevor Sue Lehmann mit italienischem Temperament gesanglich ihren neuen Liebhaber vorstellte, der aber kurzerhand wieder entsorgt wurde. Auf dem Programm stand auch die wohl berühmteste Arie aus „Carmen“, „Habanera“. Die schöne Liebesgeschichte um Maria aus der „West Side Story“ sorgte für Gänsehaut-Momente. Mit der Interpretation von Barbara-Streisand-Melodien erfüllte sich die Solistin Sue Lehmann einen Kindheitstraum.

Den absoluten Höhepunkt gab es am Schluss. Während der Interpretation von Ausschnitten aus dem Musical „Les Miserables“ kam die achtjährige Samira Pohl auf die Bühne und sang „Castle on a Cloud“. Mit diesem Gesamtpaket untermauerte das Sinfonische Blasorchester seinen Ruf als eines der besten saarländischen Blasorchester. Das Publikum honorierte den Abend und war sich einig: „Das Konzert war spitze und hatte einen tollen Unterhaltungswert.“






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