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So passt Kranzbinden zum Kneipp-Gedanken: Ein bisschen meditativ: Mitglieder des Prießnitz-Kneipp-Vereins Neunkirchen gestalteten ihre Adventskränze

Neunkirchen
So passt Kranzbinden zum Kneipp-Gedanken
Ein bisschen meditativ: Mitglieder des Prießnitz-Kneipp-Vereins Neunkirchen gestalteten ihre Adventskränze
Anika Meyer
26. November 2016

Alle Jahre wieder: Wer macht eigentlich Weihnachten? Schließlich steckt eine ganze Menge Arbeit dahinter, damit die Menschen in adventliche Stimmung kommen. Zum Auftakt einer neuen Serie war die SZ beim Prießnitz-Kneipp-Verein Neunkirchen zu Gast. Gemeinsam wurden Adventskränze gebunden und Kerzen gezogen.
Jeder dekorierte seinen Kranz ganz nach eigenem Geschmack. Andrea Leibenguth (links) mag es glitzernd: „Glitzer zu Weihnachten passt immer.“ Foto: Anika Meyer
Jeder dekorierte seinen Kranz ganz nach eigenem Geschmack. Andrea Leibenguth (links) mag es glitzernd: „Glitzer zu Weihnachten passt immer.“ Foto: Anika Meyer

Selbst überzeugten Weihnachtsmuffeln hätte beim Prießnitz-Kneipp-Verein Neunkirchen zumindest ein bisschen warm werden müssen ums Herz: Draußen war es bereits stockdunkel, drinnen, im Vereinsbüro am Campingplatz Volkssonnengarten saß man gemütlich beisammen und wickelte Adventskränze. Es duftete nach frisch geschnittenen Tannen und irgendwie auch nach Honig. „Das ist das flüssige Wachs“, erklärte der Vereinsvorsitzende Reinhard Feltes und zeigte auf einen Bottich. „Wenn wir schon so tolle, ganz natürliche Kränze machen, sollen auch Kerzen aus echtem Wachs drauf kommen“, sagte Kursleiterin Susanne Gebhard.

Das Adventskranzbinden bot der Verein zum ersten Mal an, doch Gebhard hat durch Basteln für sich selbst sowie für Spendenaktionen jahrelange Erfahrung darin. „Unsere Mitglieder haben sich einen Kurs in der Vorweihnachtszeit gewünscht und das wollten wir damit verbinden, dass man auch gleich etwas herstellen kann für diese Zeit“, erklärte sie. Da das Kranzbinden einen gewissen meditativen Charakter habe, passe es auch optimal zum Kneipp-Gedanken: „Man lässt sich Zeit, arbeitet Schritt für Schritt und kommt dabei zur Ruhe.“ Überhaupt wolle man den Kneipp-Gedanken wieder stärker in den Vordergrund rücken, sagte Feltes, da der Verein in letzter Zeit vor allem mit dem Betrieb des Campingplatzes in Verbindung gebracht worden sei.

In der Tat herrschte eine sehr entspannte Atmosphäre in dem kleinen Raum. Während man die Kranzrohlinge mehr und mehr mit Grün bedeckte, plauderte man über dies und das - über die gesundheitliche Wirkung von Honig etwa und natürlich über die Dekorationen, die die insgesamt sieben Kursteilnehmer mitgebracht hatten. Andrea Leibenguth etwa setzte kleine, weiße Holz-Hirsche auf ihren Kranz, außerdem funkelnde Weihnachtskugeln und Sterne: „Glitzer zu Weihnachten passt immer“, sagte sie. Am liebsten dekoriere sie ganz spontan, wie es ihr gerade in den Sinn komme.

Für das Kerzenziehen hat sich der Verein professionelle Unterstützung von den Imkern Pia und Marc van der Wel geholt, wobei auch deren kleine Tochter Emmie mit Feuereifer das Prozedere demonstrierte: Man nimmt ein Stück Docht, macht oben eine Schlaufe hinein und taucht es dann immer wieder in das flüssige Wachs. „Dazwischen muss man immer ein bisschen warten, damit das Wachs fest wird. Für eine Kerze braucht man etwa eine dreiviertel Stunde“, erklärte Pia van der Wel. Doch die Mühe lohne sich: „Echte Wachskerzen haben ein sehr warmes, freundliches Licht.“

Der Neunkircher Prießnitz-Kneipp-Verein hat von der Weihnachtsstimmung noch nicht genug: Demnächst soll es ein geselliges Zimtwaffelbacken geben.






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