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Urlaubsreise nach Jungholz im Allgäu

Urlaubsreise nach Jungholz im Allgäu
Pensionärverein 1895 Elversberg
15. Juli 2019

Pensionärverein 1895 Elversberg auf Urlaubsfahrt nach Jungholz.

Am 30.06.2019 war es wieder soweit. Mit großer Vorfreude starteten um 8.00 Uhr 41 wohlgelaunte Reiselustige im Bus der Firma Touristik-Becker, wie immer chauffiert von Uschi, zu der jährlichen Urlaubsfahrt, diesmal ins Oberallgäu. Die erste Pause wurde zum traditionellen Frühstück mit kostenlosem Lyoner und Weck genutzt, bevor es weiter an Ulm und Kempten vorbei zur nur 7 qkm großen österreichischen Enklave Jungholz ging, wo wir am späten Nachmittag angelangten.

Hier logierten wir im **** Standard Berghotel Tirol. Unser erster Ausflug führte uns nach Kempten, der Metropole des Allgäus mit einem behaglichen Altstadtkern. Sie gilt als die Stadt mit dem frühesten schriftlichen Zeugnis in Deutschland. Beim geführten Stadtrundgang gelangten wir zur Fürstäbtlichen Residenz und der St. Lorenz-Basilika, welche über Jahrhunderte die Stiftstadt bildeten, die sich im Streit mit der Bürgerstadt befand. Diese kaufte sich 1525 frei und wurde protestantisch. Nach der Mittagspause ging es über die Freitreppe zum Rathaus mit Patrizierhäusern und weiter zur St. Mang-Kirche. Der Nachmittag ließ ausreichend Zeit zum Relaxen, Saunagang oder Schwimmen in dem schönen, großen Hallenbad des Hotels. Am nächsten Tag stand zunächst eine geführte Besichtigung des Schlosses Linderhof auf dem Programm. Beeindruckend, aber auch beengend die bis auf das Schlafzimmer König Ludwig II. kleinen Prunkräume, die Farbenkabinette und der Große Spiegelsaal. Weiter begleitete uns die Reiseführerin Elisabeth zum Kloster Ettal mit Besichtigung der Basilika mit ihrer prächtigen Kuppel und dem Vielfigurenfresko.

Danach weiter nach Oberammergau. Bei einem Rundgang konnten wir die Lüftmalereien in Fresko-Technik auf den Häuserfassaden (z.B. das Geburtshaus von Ludwig Thoma oder das Pilatushaus) bestaunen, bevor es nach der Mittagspause wieder auf die Rückfahrt ging. Am Mittwoch besuchten wir zunächst die Wieskirch, für manche die schönste deutsche Rokokokirche (für mich persönlich zu überladen). Anschließend folgte der gemütliche Teil beim Kloster Andechs. Nach einem kurzen Anstieg hatten wir uns das Maß Bier, die Haxn oder den Leberkaas verdient. Am darauffolgenden Tag geleitete uns Elisabeth durch die lebhafte Altstadt von Füssen. Hoch ging es in Richtung Hohes Schloß mit seinen Erkern in kunsthistorischer Illusionsmalerei und der barocken Benediktinerklosterkirche. Nach der Freizeit ging die Fahrt über Bad Hindelang und den Oberjoch-Pass ins Tannheimer Tal nach Tannheim. Von hier führt eine Straße bis zum Nordufer des Visalpsees (1165 m hoch), wo für uns im Gasthaus Plätze reserviert waren. Bei diversen Essen, Getränken und/oder einem Spaziergang am See verging die Zeit bis zur Rückfahrt wie im Flug.

Den Busfreien Tag konnte jeder nach seinem eigenen Gusto verbringen. Ein Großteil machte sich um 10.00 Uhr auf, um auf zwei verschiedenen Wegen die Schrofen Hütte zu erreichen, wo man auf der Sonnenterrasse bei Speisen, ein paar Bierchen oder auch einem großen Eis richtig entspannt die schöne Aussicht genießen konnte. Dann war es wieder Zeit zum Abstieg, um noch rechtzeitig zur Strudeljause im Hotel zu erscheinen. Am Abend unterhielt uns Alfred mit seinem „Quetschkasten“, Liedern, die wir alle kannten, und einigen Anekdoten. Am Samstag standen der Bus und die Reiseleiterin wieder bereit zur Fahrt ins Westallgäu. Wir besuchten zunächst in Lindenberg die Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul mit seiner Doppelturm-Fassade (auch Dom des Westallgäus genannt), danach die ehemalige freie Reichsstadt Wangen mit ihren mittelalterlichen Tortürmen und zahlreichen hübschen Brunnen. Auf dem Rundgang gelangten wir auch zur Herrenstraße mit dem bunt bemalten Frauentor und dem Fidelisbäck, einer Bäckerei mit Schankwirtschaft.

Die hier verzehrten berühmten Fidelis (eine Art Ciabatta) fanden nicht jedermanns Geschmack. Zum Abschluss des Tages besuchten wir Isny. Die ehemals Freie Reichsstadt, bekannt durch seine Leinweber, ist in überwiegend barockem Stil noch erhalten. Bis 1803 durften keine Katholiken innerhalb der Stadtmauern, die teilweise noch gut erhalten sind, wohnen. Schon war wieder der Abreisetag gekommen und wir mussten uns von dem schönen Hotel und seinem Personal verabschieden. Auf der bereits von der Hinfahrt bekannten Route gelangten wir zunächst zügig voran, dann ging bei Ulm etwa 30 km nur noch Stop and Go. Nach der Mittagspause im Autobahn-Gasthaus „Seligweiler Hotel & Restaurants“ , wo wir schnell und vorzüglich bedient wurden, ging es gut gestärkt zur letzten Etappe nach Hause, wo wir gegen 18.30 Uhr in Spiesen-Elversberg ankamen.


Eine wiederum gelungene und von Walter Schommer hervorragend organisierte Reise ging viel zu schnell zu Ende. Ein Dank gilt ihm und auch unserer Chauffeurin Uschi Schnur für ihre sichere Fahrweise. Bis nächstes Jahr, vielleicht ja mal wirklich in den Norden.
Bericht und Fotos: Reiner Herrlinger






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