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Klein bringt Großrosseln wieder groß raus: Dreiband-Billardspieler des BCG peilen Aufstieg in die Verbandsliga an – Ex-Bundesliga-Akteur macht Mitspieler besser

Großrosseln
Klein bringt Großrosseln wieder groß raus
Dreiband-Billardspieler des BCG peilen Aufstieg in die Verbandsliga an – Ex-Bundesliga-Akteur macht Mitspieler besser
David Benedyczuk
21. Dezember 2016

Nach dem Abstieg in die Landesliga peilen die Dreiband-Billardspieler des BC Großrosseln mit neuem Personal die sofortige Verbandsliga-Rückkehr an. Zur Halbzeit der Saison scheint bereits klar, dass das gelingen wird – auch dank Ex-Bundesligaspieler Jürgen Klein.
Die erfolgreiche Mannschaft des BC Großrosseln: Franz Wein, Jörg Mülder, Jürgen Klein und Thomas Fritz (von links). Foto: Benedyczuk
Die erfolgreiche Mannschaft des BC Großrosseln: Franz Wein, Jörg Mülder, Jürgen Klein und Thomas Fritz (von links). Foto: Benedyczuk

Das letzte Spiel des Jahres beginnt erst in einer Stunde. Doch im Raum über der Gaststätte in der Stadtmitte von Großrosseln, wo die Billardspieler des BC Großrosseln ihre Heimspiele in der Dreiband-Landesliga austragen, herrscht bereits reges Treiben. Trotz der vermeintlich leichten Aufgabe, die mit dem BSV Spiesen-Elversberg II am Abend wartet, überlassen die Spieler des Spitzenreiters nichts dem Zufall. Auf den zwei großen Karambol-Tischen proben sie eifrig für den anstehenden Ernstfall. Geduldig gibt Jürgen Klein seinem Teamkollegen Franz Wein Tipps im Umgang mit dem Queue und den drei Kugeln. Klein ist mit 57 Jahren deutlich jünger als sein 74-jähriger Mitspieler, doch als Ex-Bundesligaakteur hat er den Dreh, besser gesagt: den Stoß einfach raus. Zehn Jahre trat er für die Billardclubs aus Schiffweiler, Elversberg, Frankfurt-Nied und Mannheim in der 1. und 2. Liga an den Tisch. Nun will Klein mithelfen, dass Großrosselns Weg nach dem Abstieg wieder nach oben führt.

Dass es so kommt, scheint fast sicher: Mit dem 8:0 über Spiesen-Elversberg II gelingt am Abend der neunte Sieg im zehnten Spiel. Nur ein Mal musste sich Großrosseln mit einem 4:4 begnügen, die Herbstmeisterschaft stand seit Wochen fest. „Unser Ziel ist der Wiederaufstieg, danach wollen wir auch in der Verbandsliga oben angreifen. Wenn man den Durchschnitt unserer Spieler nimmt, liegt der sogar höher als bei allen Verbandsliga-Teams“, berichtet Klaus-Bernhard Wagner, der Vorsitzende des 1911 gegründeten Billardclubs. Er ist froh, dass der in Dudweiler wohnende Klein mit anpackt, den „Neustart in der Landesliga“ zu forcieren. „Jürgen trainiert ja auch unsere Spieler. Dadurch sind wir alle besser geworden. Er ist ein Glücksfall für uns“, sagt Wagner.

Klein selbst wollte es nach Jahren auf Topniveau ruhiger angehen lassen: „Die Bundesliga ist einfach sehr zeitintensiv, alleine die Fahrerei. Ich wollte dem Billard aber nicht ganz den Rücken kehren. Und da ich sowieso in Großrosseln trainiere, hat sich das so ergeben“, verrät der neue Führungsspieler. Neben den Trainingsbedingungen nennt er die „Kameradschaft und Rührigkeit des Vereins“ als Faktoren, warum er den Gang in die unterste Liga vollzogen hat.

Diesen Weg hat auch Thomas Fritz eingeschlagen, der vergangene Saison für den BC St. Wendel III in der Oberliga spielte. Der 47-Jährige ist Großrosselns neue Nummer zwei und steht wie Klein bei neun Siegen und nur einer Niederlage. Dahinter spielten auch Jörg Mülder und Franz Wein eine bisher starke Runde. „Die Herausforderung im Dreiband liegt darin, Figuren zu lösen, die eigentlich nicht lösbar sind“, erklärt Wein. Die Tipps des arrivierten Neuzugangs helfen da enorm. „Jürgen ist ein strenger Lehrer, aber wir sind sehr dankbar, dass er hier ist“, betont der Routinier. Und Mülder ist sich sicher: „Wir wollen bald wieder Oberliga spielen - und wir werden das auch schaffen.“

bc1911.jimdo.com






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