Home Regionalverband Püttlingen

Sechs Saarländer in Vietnam

Sechs Saarländer in Vietnam
VHS Püttlingen
9. August 2018

Pho Bo statt Lyoner und Banh Xeo statt Schwenker ... die Studienreise der VHS Püttlingen nach Vietnam war ein voller Erfolg. Sechs Saarländer erkundeten unter Leitung des Püttlinger Musikers Steffen Hällmayr den Norden des Landes.

Nach der Landung in Hanoi, der Landeshauptstadt, führte der polyglotte Dirigent, der fliessend Vietnamesisch spricht, die wissbegierige Gruppe um den Hoan Kiem See, um einen ersten Eindruck zu vermitteln und den Teilnehmern beizubringen, wie man in Vietnam eine Straße überquert, was von der gleichen Tätigkeit in Deutschland weit entfernt ist. In den folgenden Tagen besuchte die Gruppe, den Schildkrötenpavillion (Thap Rua), die Brücke der aufgehenden Sonne (Cau The Huc), den Jadebergtempel (Den Ngoc Son), die Padode der Verteidigung der Nation (Chua Tran Quoc), den Ba Dinh-Platz, das Ho-Chi-Minh Mausoleaum, die Einsäulenpagode (Chua Mot Cot) sowie den Literaturtempel (Van Mieu).


Am vierten Tag traf die Gruppe auf Steffen Hällmayr's Freund Jürgen Eichhorn, der bereits seit 12 Jahren in Vietnam lebt und spontan angeboten hatte, die Gruppe in den hohen Norden Vietnams zu fahren. Nach der Besichtigung der But Thap Pagode traf die Gruppe in Hai Duong ein, wo die Hilfsvereine von Steffen Hällmayr und Jürgen Eichhorn ein Blindenheim betreiben. Hier werden blinde Kinder ernährt, unterrichtet und teilweise sogar beruflich ausgebildet. Einige Reiseteilnehmer konnten sich z.B. von den Qualitäten von blinden Masseuren überzeugen und waren von der Leistung beeindruckt.


Am nächsten Morgen ging die Reise los in die grüne Hölle. Vietnam hat eine beeindruckende und vor allem gesunde Natur, die Wälder sind dicht und grün. Die Fahrtführte nach Cao Bang, wo eine Zwischenübernachtung eingeplant war. Denn am nächsten Tag ging es schon früh los. Über kleine Dörfer und einsame Straßen führte es die Gruppe zu den berühmten Ban Gioc Wasserfällen, die in 4 Kaskaden über 40 m in die Tiefe stürzen. Eine wahrhaft eindrucksvolle Naturschönheit. Mit dem Floß näherten sich die Reisenden den Wassermassen bis auf wenige Meter.


Am nächsten Tag stand eine weite Strecke auf dem Programm, und zwar durch Gegenden, die touristisch noch unerschlossen sind. So erlebten die Reiseteilnehmer das "wahre Vietnam" und keine Pauschalreiseleistung aus dem Katalog. Die Einwohner schauten die Saarländer erstaunt an, denn hier kommen nur sehr selten Ausländer vorbei. Ziel war das Städtchen Meo Vac. Hier findet jeden Sonntag der Markt der Minderheiten statt. Vietnam besteht aus 54 Volksgruppen, von denen 53 ethnische Minderheiten wie die Hmong sind. Man erkennt sie an ihren bunten Trachten. An diesem Tag gab es eine weitere Minderheit auf dem Markt: Die saarländische Minderheit in voller Größe von 7 Personen. Interessiert konnten die Reiseteilnehmer das rege Handeln beobachten, wie es in Europa nur bis ins 19. Jahrhundert üblich war. Sie erlebten praktisch eine Zeitreise.
Die Weiterfahrt führte die Gruppe an eine der schönsten Stellen Vietnams zwischen Meo Vac und Dong Van. Beeindruckt von den imposanten Bergen und dem tief im Tal verlaufenden Fluss verweilten die Reisenden hier eine Zeit und ließen die Naturschönheit auf sich wirken, bevor sie in Dong Van das Hotelzur Zwischenübernachtung bezogen.


Es folgten ein Aufenthalt in einem Resort in Ha Giang und zwei wunderschöne Tage im Naturreservat Ba Be mit seinem imposanten See, auf dem die Gruppe eine lange Bootstour unternahm, bevor es zurück nach Hanoi ging. Nach ausgiebigen Einkäufen in Hanoi ging es dann auf ein Schiff: Auf einer zweitägigen Minikreuzfahrt erkundeten die Reisenden die berühmte Ha Long Bucht. Ganz gleich ob man sich auf das Sonnendeck legte und die Schönheit der 1969 Felseninseln auf sich wirken ließ oder lieber in der Kabine im Whirlpool lag und den Blick durch das Fenster auf die Bucht schweifen ließ, hier fühlte sich jeder wohl.


"Hätte ich 5 Punkte zu vergeben, würdet Ihr, Steffen und Jürgen, mindestens 4,5 von mir bekommen", urteilte Reiseteilnehmerin Claudia nach ihrer Rückkehr nach Deutschland. Alle waren sich einig, dass sie die Möglichkeit hatten, ein Land in seiner ursprünglichen Form außerhalb der üblichen Touristenpfade zu sehen, und alle sind von Vietnam begeistert. Dank der Regenzeit waren fast alle Tage durchgängig sonnig und heiter, denn entgegen der vorherrschenden Meinung regnet es nicht 3 Monate durch. Besonders das Essen hat es den Reisenden angetan, denn in Vietnam wird ausschließlich aus frischen Zutaten gekocht, ohne den Einsatz von Chemie oder Geschmacksverstärkern. Aber auch die generelle Freundlichkeit sowie der Fleiß der Menschen beeindruckten die Teilnehmer.


Dass sie zwei Tage lang bei einem Hilfseinsatz von Steffen Hällmayr's Hilfsverein "Hearts for poor children in Vietnam" mit anfassen konnten, störte niemanden, ganz im Gegenteil, alle waren froh über die Entwicklungshilfe, an der sie jetzt einmal live dabei sein konnten.






Das könnte Sie auch interessieren
Verein eintragen oder verwalten
Auf diesem Profil tut sich was

Termine
TERMIN EINGEBEN