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Broschüre über die industriellen Schätze im Köllertal

Göttelborn
Broschüre über die industriellen Schätze im Köllertal
nba
24. März 2016

Der Verein für Industriekultur und Geschichte Heusweiler und das Kulturforum Köllertal haben eine Broschüre herausgebracht, die die Industriegeschichte der Region beleuchtet. Wir stellen einige Orte daraus vor.
Man sieht den außergewöhnlichen Wasserbehälter schon von weitem, er ist eine Landmarke auf der Göttelborner Höhe. Trotzdem ist nicht sofort klar, dass es sich bei dem trutzigen, burgähnlichen Bau um einen Wasserturm handelt. Denn wegen der markanten Architektur erschließt sich sein Nutzen nicht auf den ersten Blick. Dabei erfüllt der Wasserbehälter von Göttelborn bis heute die Funktion, für die er im Jahr 1912 errichtet wurde. Damit ist er eines der wenigen industriellen Denkmale in der Broschüre „Führer zur Industriekultur im Köllertal“, das bis heute seinen ursprünglichen Nutzen innehat und mit nur wenigen Veränderungen der heutigen Technik angepasst werden konnte.

Wegen der Industrialisierung und dem Bevölkerungswachstum ab Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs der Wasserverbrauch im Saarland stark an. Das machte den Bau von Wasserreservoiren notwendig. Auch die Kohlegruben mussten mit Wasser versorgt werden. Daher wurde auf der höchsten Stelle des Trinkwasser-Verbundnetzes der saarländischen Kohlengruben, der Göttelborner Höhe, ein Wasserbehälter errichtet. In zwei Bauphasen wurde ab 1907 zuerst ein freistehender Behälter aus Blech auf einem Backsteinsockel gebaut.

Im Jahr 1912 wurde daneben ein zweiter Wasserbehälter aus Stahlbeton errichtet und gleichzeitig wurden beide Behälter mit einer Stahlbeton-Skelettkonstruktion ummantelt, die sie schützt und gleichzeitig zu einem Bau vereint. Die graue, verputzte, vieleckige Hülle, die die Behälter bis heute umgibt, verleiht dem Bau das markante Aussehen. Sie besteht aus zwei nicht ganz gleichgroßen, vieleckigen, flachgedeckten und kompakten Bauteilen, die in der Mitte optisch von einem Treppenturm gegliedert werden. Insbesondere die kleinen, ovalen Fenster und die hellgrauen Rechteckblenden im oberen Teil des Baus, sowie der zinnenartige Abschluss des etwas höheren Treppenturms sind für ein technisches Gebäude außergewöhnliche Zierelemente. Aber sie verleihen dem Göttelborner Wasserbehälter trotz seiner geschlossenen Architektur und seiner unregelmäßigen Form, sein bemerkenswertes und trotzdem auch harmonisches Äußeres.

„Führer zur Industriekultur im Köllertal“ ist eine Broschüre des Vereins für Industriekultur und Geschichte Heusweiler, in Kooperation mit dem Kulturforum Köllertal. Sie ist im Kulturbüro des Köllertaler Bahnhofs sowie der Köllertalgemeinden erhältlich.






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