Home Regionalverband Saarbrücken

Perfekte Schule für talentierte Nachwuchs-Gymnastinnen

Perfekte Schule für talentierte Nachwuchs-Gymnastinnen
Barbara Scherer
20. Oktober 2015

Diese jungen Sportgymnastinnen trainieren beim TV Fechingen in der Turn-Talentschule.
Diese jungen Sportgymnastinnen trainieren beim TV Fechingen in der Turn-Talentschule.
E legante Schwünge mit dem Band, Beine und Arme biegen sich gekonnt zur Musik - das ist rhythmische Sportgymnastik. Doch was so leicht aussieht, ist in Wirklichkeit das Ergebnis von hartem und regelmäßigem Training. Und das beginnt oft schon in sehr jungen Jahren. „Viele Kinder fangen in der Grundschule im Verein an“, erklärt Lisa Sponheimer, Trainerin bei der DTB-Turn-Talentschule. Dort trainieren Mädchen vom TV Fechingen, dem Frauensport Saarbrücken, dem TV Brebach und dem TV. St. Wendel. Die Turn-Talentschule bietet einmal im Jahr einen Test an, „und wenn ein Kind Talent hat, dann nehmen wir es auf“. Viele trainieren jeden Tag in den Räumlichkeiten der Hermann-NeubergerSportschule in Saarbrücken. Nach dem Alter in mehrere Gruppen unterteilt, arbeiten sie regelmäßig mit ihrem Körper. Die Jüngsten beginnen bereits mit sechs Jahren, aber das sei typisch für rhythmische Sportgymnastik. „Man fängt früh an und ist früh am Höhepunkt“, sagt Sponheimer, „mit 20 ist man Rentnerin in der Sportart.“ Training erfordert viele Dehnübungen Neben der Beherrschung des Körpers wird der Umgang mit den verschiedenen Handgeräten geübt, die bei Wettkämpfen genutzt werden.

Die Kleinen trainieren zunächst ohne Gerät, dann mit Seil oder Ball. „Den Ball kennt jeder und er ist von der Handhabung her am einfachsten“, erklärt Sponheimer. Von Jahr zu Jahr wechseln die Geräte, ab einem gewissen Alter werden dann die vier beherrscht, die bei Wettbewerben zum Einsatz kommen: Ball, Reifen, Keulen und - natürlich - Band, „das Seil fällt dann weg“, ergänzt Sponheimer. Bei den Wettbewerben ist immer ein bestimmtes Gerät vorgegeben, mit dem die Teilnehmerinnen hantieren. Neben der Arbeit mit Ball und Co. besteht das Training zu einem großen Teil aus dem Aufwärmen und Dehnen der Muskeln. Das ist nicht nur wichtig, sondern zudem sehr förderlich: „Rhythmische Sportgymnastik ist eine Mischung aus verschiedenen Arten von Tanzen und dem Spiel mit den Handgeräten“, beschreibt Sponheimer, „man braucht Beweglichkeit und Disziplin.

Für Kinder ist das die ideale Sportart, weil alles trainiert wird.“ Und das fehle heute im Schul-Sportunterricht. Natürlich gibt es Angebote in rhythmischer Sportgymnastik auch für Kinder und Jugendliche, die nicht die Zeit oder die Beweglichkeit für die Turn-Talentschule aufbringen. „Beim Turnverein Fechingen haben wir Kür-Übungen“, meint Sponheimer, „die kann man dann machen.“ Außerdem gebe es Angebote in Gymnastik und Tanz, wo auch Jungen mitmachen. Bei der rhythmischen Sportgymnastik sind diese die seltene Ausnahme, meint Sponheimer, „in China fangen Männer an, das zu machen. Es ist alles möglich.“ In Saarbrücken allerdings gibt es nur Mädchen. Viele davon sind russischer Herkunft, wofür es eine einfache Begründung gibt. „Diese Sportart ist gerade in Russland und in der Ukraine unglaublich populär“, sagt Sponheimer, „wenn man dort als Mädchen zur Welt kommt, ist es die erste Sportart, die man macht.“ 



Verein eintragen oder verwalten
Auf diesem Profil tut sich was

Termine
TERMIN EINGEBEN