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„Erfahrung kann man nicht herbeizaubern“: Handball-Oberligist HSG Völklingen überwintert auf Tabellenplatz neun – „Ein bisschen mehr will man immer“

Völklingen
„Erfahrung kann man nicht herbeizaubern“
Handball-Oberligist HSG Völklingen überwintert auf Tabellenplatz neun – „Ein bisschen mehr will man immer“
Jonas Grethel
4. Januar 2017

Handball-Oberligist HSG Völklingen hat in der Hinrunde zwei Gesichter gezeigt: ein schönes – und ein weniger schönes. Auf Überraschungssiege folgten überraschende Niederlagen. Das liegt auch an der Erfahrung.
Völklingens Stefan Müller fehlt ein wenig die Erfahrung in der Mannschaft. Foto: Klos
Völklingens Stefan Müller fehlt ein wenig die Erfahrung in der Mannschaft. Foto: Klos

Die Hinrunde der laufenden Spielzeit war für Handball-Oberligist HSG Völklingen eine Achterbahnfahrt. Erst schickt die HSG Tabellenführer TuS Dansenberg nach starker Leistung mit einer 27:33-Niederlage nach Hause. Später verliert sie das Derby gegen Abstiegskandidat HSV Merzig-Hillbringen überraschend mit 25:28. Unberechenbar waren die Leistungen der HSG in dieser Saison. „Aber wir sind zufrieden“, sagt der Völklinger Stefan Müller: „Die Stimmung in der Mannschaft ist super, wir sind mit dem Saisonverlauf zufrieden. Wir wissen zwar, dass noch lange nichts in trockenen Tüchern ist. Aber im Moment haben wir noch nichts mit dem Abstieg zu tun. Wir müssen allerdings an unserer Beständigkeit arbeiten.“

Den Grund für die Leistungsschwankungen seiner Völklinger sieht Müller in der Erfahrung seiner Mitspieler. „Unsere Mannschaft ist noch sehr jung, da fehlt natürlich die Routine“, sagt der 28-Jährige: „Und Erfahrung kann man nicht herbeizaubern. In den wichtigen Momenten fehlt uns manchmal einfach die Ruhe und Cleverness, die andere Mannschaften haben.“

Außerdem erlitten mit Tobias Kasper, Fabian Wecker und Pascal Simon drei Schlüsselspieler im Laufe der Saison Verletzungen. Dazu kommen die Langzeitverletzten Nicolas Balthasar und Niklas Hoff. „Gegen Ende des Jahres sind wir echt auf dem Zahnfleisch gekrochen – gegen eingespielte Mannschaften ist es mit einer Rumpftruppe dann immer extra schwer“, kommentiert Müller die Punktverluste zum Ende der Hinrunde: „Dafür funktionieren wir als Mannschaft super. Die Moral ist bei uns immer gut – wenn wir zurückliegen, versuchen wir, nochmal ranzukommen. Das macht in den wichtigen Spielen viel aus.“

In den wenigen Spielen, in denen in dieser Saison alle Völklinger auf dem Platz standen, zeigten diese dann auch, was sie können. Kapitän Pascal Simon bildet mit Neuzugang Fabian Wecker das Abwehrbollwerk der Liga, während Niklas Eberhard, ein weiterer Neuer im HSG-Trikot, im Angriff den Abgang von Top-Torjäger Dorian Vallet vergessen gemacht hat. „In der Rückrunde sind aller Voraussicht nach alle Verletzten auch wieder fit“, freut sich Müller: „Da sind wir nochmal um einiges flexibler und können die Kräfte neu verteilen.“

Überwintert hat Völklingen auf dem neunten Tabellenplatz. Und obwohl man damit im Soll ist, will die Mannschaft von Trainer Berthold Kreuser 2017 angreifen. „Wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen und den Klassenverbleib so früh wie möglich sicher zu machen“, kündigt Müller an: „Wenn wir das geschafft haben, werden wir aber mit Sicherheit auch nochmal versuchen, in der Tabelle hoch zu rutschen – ein bisschen mehr will man immer.“

hsgvoelklingen.de

Die HSG Völklingen spielt am Sonntag, 8. Januar, in der Westpfalzhalle in Zweibrücken im Halbfinale des Saarlandpokals: Sie trifft auf den gastgebenden Oberligisten VTZ Saarpfalz, auf den SV 64 Zweibrücken aus der 3. Liga und Verbandsligist HWE Homburg. Das Turnier startet um 14 Uhr.






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