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Musikfreunde werfen musikalischen Blick auf die Welt

Ensdorf
Musikfreunde werfen musikalischen Blick auf die Welt
13. Januar 2015

Vor einem ausverkauften Bergmannsheim haben die Musikfreunde 1904 Ensdorf ihr Neujahrskonzert gespielt. Bei dem vielseitigen Programm brillierten das Orchester rund um Dirigent Mark Endres und die Solistinnen.
Das Neujahrskonzert des Vereins der Musikfreunde 1904 Ensdorf im Ensdorfer Bergmannsheim unter der Leitung von Mark Endres war ausverkauft. Foto: Rolf Ruppenthal
Das Neujahrskonzert des Vereins der Musikfreunde 1904 Ensdorf im Ensdorfer Bergmannsheim unter der Leitung von Mark Endres war ausverkauft. Foto: Rolf Ruppenthal
Mit einem gleichermaßen fulminanten wie auch begeisternden Neujahrskonzert ist der Verein der Musikfreunde 1904 in das Jahr 2015 gestartet. Standing Ovations waren der Lohn für ein mitreißendes musikalisches Feuerwerk im völlig ausverkauften Ensdorfer Bergmannsheim. Die Musiker bedankten sich mit dem Steigermarsch als Zugabe und einen Schnaps für jeden. Schließlich wird der Verein der Musikfreunde Ensdorf in diesem Jahre 111 Jahre alt – und diese Schnapszahl verpflichtet.

Tradition bewahren und mit der Zeit gehen, so charakterisierte der glänzend vorbereitete Moderator Thomas Leinenbach das Orchester um seinen Dirigenten Mark Endres. Das musikalische Spektrum der Ensdorfer Musikfreunde reicht von der Polka bis zum Marsch, von der Blasmusik bis ins Moderne. Für jeden Geschmack hatte das Orchester bei seinem Neujahrskonzert etwas parat und sorgte so ganz nebenbei damit auch für eine Reise um die Welt. Mit „Wind Power“ und dem französischen Komponisten Thierry Deleruyelle startete man vehement und kraftvoll ins Konzert, über Paris Montmartre und den japanischen Musiker Toshio Mashima ging es weiter durch Frankreich.

Nach der Pause erlebten die Zuhörer einen feurigen Urlaub auf Mallorca, und das Werk „Sa Musica“ von Jacob de Haan erzählte von Griechen, Römern und stolzen Spaniern.

Aber nicht nur das Orchester wusste an diesem Abend zu glänzen. Auch die beiden Solistinnen Sophie Kockler und Julia Köhl begeisterten die Zuhörer. Sophie Kockler, 17 Jahre jung und angehende Abiturientin des Dillinger Albert-Schweitzer-Gymnasiums sowie Dirigentin des Schülerorchesters des MV Pachten, brillierte mit der Klarinette und steht wohl alsbald vor einem Studium der Orchestermusik. Julia Köhl, 24, aus Ensdorf kennt dagegen schon zahlreiche große Bühnen der Welt und gastierte trotz ihres jugendlichen Alters bereits in Japan, Chile, Großbritannien, Spanien, Russland und Italien. Sie riss die Zuhörer mit der „Fantaisie Brillante sur Carmen“ von François Borne und ihrer Querflöte von den Sitzen.

Der glänzend disponierte Moderator Thomas Leinenbach, früher selbst einmal Trompeter in dem Orchester, verwies in diesem Zusammenhang auf die Erfolge musisch gut ausgebildeter Jungen und Mädchen. Die Langzeitstudie zeige zudem, so Leinenbach weiter, dass bei den Musikbetonten nicht nur deutlich bessere Fähigkeiten im logisch-mathematischen Denken vorhanden seien, sondern das auch das Sozialverhalten der musikbetont unterrichteten Kinder sich als deutlich harmonischer erwiesen habe als in den normal beschulten Klassen.





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