Home Saarlouis Saarwellingen

Auf Noten nach Südafrika: Die Harmonie 1891 Saarwellingen ließ von fernen Ländern träumen

Saarwellingen
Auf Noten nach Südafrika
Die Harmonie 1891 Saarwellingen ließ von fernen Ländern träumen
Carolin Merkel
26. November 2015

Abwechslungsreich war es, das Konzert der Harmonie 1891 Saarwellingen in diesen Tagen. Die Musiker und Musikerinnen boten quasi Ausflüge in die weite Welt und vergaßen dabei vor allem einen nicht: James Last.
Die 60 Musiker der Harmonie Saarwellingen auf der Bühne, darunter Solist Philipp Mißler, unterhielten mit einem abwechslungsreichen Musikprogramm. Foto: Carolin Merkel
Die 60 Musiker der Harmonie Saarwellingen auf der Bühne, darunter Solist Philipp Mißler, unterhielten mit einem abwechslungsreichen Musikprogramm. Foto: Carolin Merkel
Ein großes Jubiläum steht den Musikerinnen und Musikern der Harmonie 1891 Saarwellingen im kommenden Jahr ins Haus, dann feiert der Verein seinen 125. Geburtstag. Ein „kleines Jubiläum“, wie es Vorsitzender Wilhelm Kessler nannte, feierte der Verein bei seinem Jahreskonzert. Bereits zum 30. Mal gastierte das Orchester in der Sporthalle am Schäferpfad. In Richtung Bürgermeister Michael Philippi erklärte Kessler, dass der Verein immer „sehr gerne in dieser wunderschönen Konzerthalle“ spiele.

„Für unsere Gäste ist die Halle in Ordnung, allerdings haben wir mit dem Aufbau der Bühne einen großen Aufwand“, erklärte er in der Pause. Die hatte das 60-köpfige Orchester nach einer musikalischen Rundreise um die Welt eingelegt.

Musikalische Weltreise

Angefangen in Deutschland über Irland bis hin nach Südafrika führten die Holz- und Blechbläser, die vom Schlagwerk tatkräftig unterstützt wurden. Bereits zur Pause gab es lang anhaltenden Beifall vom begeisterten Publikum. „Einen Marsch haben wir eigentlich immer im Programm, das gehört zu einem Blasorchester dazu, und viele unserer Gäste wünschen sich das“, sagte Helga Brommenschenkel. Sie leitet das Große Orchester seit dem Jahr 2007, war davor Dirigentin des Jugendorchesters. Brommenschenkel hatte das sehr altersgemischte Orchester – die jüngsten sind gerade mal zwölf Jahre, der älteste ist 77 Jahre alt – sehr gut im Griff.

Ob sinfonische Blasmusik, wie bei der „Concert Prelude“ von Philip Sparke, oder großes Volumen, wie beim 1809er Marsch von Martin Brigger gefordert, zeigten die Musiker eine sehr geschlossene Orchesterleistung. Sie boten aber auch für Solisten Philipp Mißler am Horn den perfekten Rahmen. Im „Cape Horn“ von Otto M. Schwarz stellte der junge Musiker, der sich mittlerweile in Grundschule und Jugendorchester um den Nachwuchs für den Musikverein Harmonie Saarwellingen kümmert, sein Können unter Beweis.

Hommage an James Last

Mit einer Hommage an James Last, der in diesem Jahr starb, startete das Orchester nach der Pause einen Streifzug durch Rock und Pop, holte musikalisch Phil Collins, Queen und Deep Purple in die Saarwellinger Sporthalle. Auf das sonst übliche Farbenspiel an der Rückwand hatten die Musiker verzichtet, sie trug stattdessen, in Gedenken an die Opfer und Angehörigen der französischen Terroranschläge die Farben der Trikolore.





Das könnte Sie auch interessieren
Verein eintragen oder verwalten
Auf diesem Profil tut sich was