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"8. Kronjuwelen der Blasmusik" - Blasmusik der Extraklasse

"8. Kronjuwelen der Blasmusik" - Blasmusik der Extraklasse
Musikverein Edelweiß Asweiler-Eitzweiler e.V.
5. November 2018

Freisen-Asweiler. Die „Kronjuwelen der Blasmusik“ in der nordsaarländischen Gemeinde waren am Wochenende vom 19. – 21.10.18 wiederum ein Volltreffer in Sachen „Blasmusik“.
"Vlado Kumpan und seine Musikanten" aus Tschechien sorgten für Hochstimmung in Sachen Blasmusik
"Vlado Kumpan und seine Musikanten" aus Tschechien sorgten für Hochstimmung in Sachen Blasmusik

Zum achten Mal veranstaltete der Musikverein Edelweiß Asweiler-Eitzweiler e.V. die größte Blasmusikparty im Südwesten. Zu den „Kronjuwelen der Blasmusik“ reisten Gäste aus Deutschland – vom Allgäu bis zum Emsland – Frankreich, Luxemburg, Belgien, Holland und der Schweiz nach Freisen, um ihre Idole am Instrument zu feiern.
„Für viele ähnelt es einem großartigen Klassentreffen“, sagt Festivalleiter Cornel Hahnenberg, „kommen doch zahlreiche Besucher seit 15 Jahren immer wieder hierher.“ In Freisen seien die Besucher so nah an den Musikern wie bei kaum einem anderen Festival, das mache das besondere Flair aus. Unter den Besuchern finden sich zahlreiche Musiker und Komponisten, mit denen man eben mal ein Gläschen trinkt und ohne Allüren fachsimpeln kann.


Am Freitag eröffnete die Blaskapelle Mährische Freunde das Festival. Sie brachte das Publikum mit klassischer mährischer Blasmusik direkt auf die Kronjuwelenspur. Die Bruchwaldhalle war bereits zum Start um 18 Uhr fast vollständig besetzt. Alpenblech folgte und spielte hochkarätige Blasmusik. Die Kapelle stellt Musiker aus den Theatern und Opernhäusern Bayerns und Badens. Mit dem Trompetensolo „Green Hornet“ rissen die Musiker die Besucher von den Sitzen.


Vlado Kumpan und seine Musikanten aus Tschechien brillierten mit Soli, bester Laune und gefühlvollen Walzern. Dazu gab es einen rundum perfekten Sound, den die Kapelle auch bei modernen Swing-Nummern bot. Nach der Party auf der Hauptbühne begann eine besondere Formation in kleiner Besetzung in der Musikantenbar: „Die Obermüller Musikanten“ aus dem berühmtesten Wirtshaus der Welt, dem Hofbräuhaus in München. Sie lieferten den Blasmusikfans einen Nachschlag – und das bis 3.30 Uhr am Morgen.


Das Programm am nächsten Tag startete früh mit einer regionalen Formation, der Blaskapelle Saaravanka. Sie sorgte für einen gelungenen Auftakt. Danach gab es eine echte Premiere. Max Obermüller spielte in einer großen Egerländer- Besetzung, die bislang noch nie bei einem Festival und noch nie offiziell außerhalb Münchens aufgetreten ist. Umso beeindruckender war die musikalische Performance: perfekt gespielte böhmische und alpenländische Blasmusik. Zu sehen gab es viele bekannte Gesichter der Szene, die ansonsten an Konzerthäusern oder bei Kapellen wie Ernst Hutter und seinen original Egerländern oder bei Berthold Schick und seinen Allgäu-Sechs zu finden sind. Abgelöst wurden die Musikanten von der original südmährischen Blaskapelle Tufaranka, die zuletzt 2003 in Freisen gastierte und viele Fans anzog.

Klassische mährische Blasmusik von Musikern, die in Brünn an der Oper und am Theater oder in der Philharmonie in Prag zu Hause sind. Zum Abschluss gab es einen Auftritt einer erstmals im Saarland spielenden Band, den Musikatzen. Die junge Formation aus dem Süden Bayerns spielte bis nach Mitternacht und sorgte für ein dauerhaftes Stehen und Feiern der Gäste. Herausragend dabei Martin Stadler am Tenorhorn und der Posaune, der sich im Grenzbereich des technisch Spielbaren bewegte und mit sehr gefühlvollen Soli mehrere Zugaben geben musste. Den Abschluss übernahm Tufaranka in der Musikantenbar bis gegen 3 Uhr bei bester, ausgelassener Stimmung.


Am Sonntagmorgen zum traditionellen Egerländer Frühschoppen mit Musikantenfrühstück glänzen die Kronjuwelen noch einmal, dank einer bestens aufgelegten Egerländer-Sechs-Formation. Festivalleiter Cornel Hahnenberg und sein Orga-Team vom Musikverein „Edelweiß“ sind voll zufrieden. Fazit: „Eine rundum gelungene Veranstaltung, die sicherlich ihre Fangemeinde an diesem Wochenende erweitert hat und deren Kronjuwelen in zwei Jahren in Freisen wieder leuchten werden.“




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