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Nachwuchsarbeit mit Herzblut: Der Robert-Klein-Preis für Jugendförderung geht an Bliesener Musikverein Lyra

Bliesen
Nachwuchsarbeit mit Herzblut
Der Robert-Klein-Preis für Jugendförderung geht an Bliesener Musikverein Lyra
Carmen Gerecht
11. November 2016

Mit 1000 Euro dotiert ist der Robert-Klein-Preis. Beim Musikverein Lyra ist man froh um die Finanzspritze: Mit dem Preisgeld sollen nun neue Noten und Instrumente angeschafft werden.
Freude bei der Preisübergabe (von links): Heinz Seger (BSM), Maline Maas, Laura Müller, Celine Ost, René Paul und Sandra Kirsch (Bank 1 Saar), Holger Egler; im Hintergrund das Jugendorchester. Foto: Gerecht
Freude bei der Preisübergabe (von links): Heinz Seger (BSM), Maline Maas, Laura Müller, Celine Ost, René Paul und Sandra Kirsch (Bank 1 Saar), Holger Egler; im Hintergrund das Jugendorchester. Foto: Gerecht

Die musisch-kulturelle Jugendarbeit in der Breite zu fördern, das ist der Sinn des Robert-Klein-Preises, den der Bund saarländischer Musikvereine (BSM) seit 1994 jährlich gemeinsam mit der Bank 1 Saar vergibt. Um den Preis für vorbildliche Jugendarbeit zu erhalten, müssen neun Kriterien erfüllt werden. Dazu zählen unter anderem die Anzahl der Jugendlichen, die an einem Instrument ausgebildet werden, die Höhe der Kosten für die Ausbildung oder auch die Unterhaltung eines Jugendorchesters. Preisträger im Kreis St. Wendel ist in diesem Jahr der Musikverein Lyra Bliesen. Am vergangenen Wochenende überreichte Heinz Seger als Vertreter des BSM gemeinsam mit Vertretern der Bank 1 Saar den mit 1000 Euro dotierten Preis an den Vorsitzenden des MV Bliesen, Holger Egler.

„Der Musikverein Lyra hat den Preis ehrlich verdient, weil ich weiß, wie viel Herzblut schon Werner Maldener in die Jugendarbeit reinsteckte und wieviel auch heute noch reingesteckt wird“, erklärt Seger. Bereits 1976 gründete der ehemalige Dirigent Maldener die vereinseigene Musikschule und leitete sie auch 30 Jahre lang. Heute sind 32 Schüler an verschiedenen Instrumenten in Ausbildung.

1997 wurde das Jugendorchester ins Leben gerufen, das aktuell 16 Musiker zählt. Geleitet wird es von Dirigent Dirk Ost. Egler nennt einen weiteren Grund für die erfolgreiche Arbeit: „Dadurch, dass wir seit 1987 einen eigenen Raum haben, können wir uns frei entfalten und sind unabhängig. Unser Probenraum wird täglich für den Musikunterricht oder Proben genutzt.“

Beim Musikverein Lyra Bliesen werden aber nicht nur Kinder oder Jugendliche ausgebildet: „Für jeden, der Interesse hat, ein Instrument zu lernen, ist es nie zu spät“, betont Egler. So wurde 2014 eine Erwachsenenausbildung ins Leben gerufen, die derzeit von sieben „Schülern“ im Alter zwischen 40 und 60 genutzt wird. Die ersten spielen sogar schon im großen Orchester des Vereins mit.

„Preise wie dieser sind für uns wichtig, denn mit der Musikschule werden keine Gewinne erzielt. Es ist sogar so, dass der Verein noch Zuschüsse geben muss“, weiß Martin Süs, Leiter der Musikschule. Mit dem Preisgeld von 1000 Euro könnten neue Noten beziehungsweise neue Instrumente beschafft und ältere gewartet werden, so Süs. Auch fließe ein Teil in die Bezahlung der Ausbilder und des Dirigenten. Über die Arbeit des Musikvereins kann man sich am 26.November beim Konzert in der Sport- und Kulturhalle Bliesen unter dem Motto „Broadway trifft Hollywood“ eine Meinung bilden.

Zum Thema:

Auf einen Blick Der MV Lyra Bliesen wurde 1923 gegründet, aktuell zählt er 204 Mitglieder: 45 Musiker im großen Orchester, 16 im Jugendorchester, 15 Kinder besuchen die musikalische Früherziehung. car






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