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Sing und Swing im Gotteshaus

Sing und Swing im Gotteshaus
Gemischte Chor "Haste Töne"
2. November 2018

Der Gemischte Chor "Haste Töne" und die Combo "Take Four" sorgten in der Evangelischen Stadtkirche für Begeisterungsstürme
Der Chor "Haste Töne" auf der Bühne am Altar in der Evangelischen Stadtkirche in St. Wendel
Der Chor "Haste Töne" auf der Bühne am Altar in der Evangelischen Stadtkirche in St. Wendel

Der Gemischte Chor „Haste Töne“ Niederkirchen und die Combo „Take Four“ präsentierten sich am Sonntag, dem 21. Oktober um 17:00 Uhr zu einem beschwingten Konzert in der voll besetzten Evangelischen Stadtkirche in St. Wendel. Den Taktstab führte bei Chor und Combo Karl-Gerd Schäfer.
Am Flügel stimmte Ina Bernard, die schon zur festen Institution geworden ist, gefühlvoll mit bluesigen Tönen auf den bevorstehenden Musikgenuss ein.
Im ersten Block begann der Chor mit afrikanischem Liedgut, das durch sein Temperament besticht.
„Haste Töne“ zog sehr stimmungsvoll mit dem Lied: Kaana Kameme zum Altar, was die Besucher neugierig auf die weiteren Darbietungen machte. Man begeisterte das Publikum mit dem energiereichen Zulu-Song „Aya ngena“ aus Südafrika. „Gemeinsam sind wir stark – lasst unsere Feinde erzittern vor unserer Stärke“ war die Botschaft.
Um Freiheit im Zeichen der Apartheid ging es dann in den Stück „Thula Sizwe“ und mit „Mamalije“ wurde der afrikanische Ausflug beendet.

„Take Four“, das sind Karl-Gerd Schäfer am Saxophon, Ina Laub am Bass, Joachim Zapp an der Gitarre und Christian Diehm am Schlagzeug. Die Combo hat sich dem Jazz verschrieben, das durch „Blue Bossa“ aus New York als Anfang sehr deutlich wurde. Mit „On ‚Broadway“ von Barry Mann blieb man in New York und beendete den Block mit „Jump jive an‘ wall von Louis Prima.

Als besonderes Highlight brachten Eva Colle und Martina Kremp sehr stimmungsvoll das Duett: „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ zu Gehör.

Kirchliche Lieder standen im 2. Block auf dem Programm. Mit „Ned i vester soli glader“ führte „Haste Töne“ ein neues norwegisches Stück auf, das die Zuhörer in ihren Bann schlug. Bekannter ging es mit „Lobt den Herrn der Welt“ weiter. Besonders hervorzuheben war das 3. Stück, das vor allem im Zusammenhang mit den Ereignissen vom 11. September 2001 bekannt wurde: „Only Time“ von Enya. Aus der „Missa Criolla“ sang der Chor das „Kyrie“, wobei der Hauptpart solistisch vorgetragen wurde.

„Take Four“ übernahm und entführte das Publikum nach Harlem, der Wiege des Jazz, mit „Harlem nocturno“ von Early Hagen. Über Ben Tuckers „Comin‘ Home Baby“ spannte sich der Bogen zu Duke Ellington und seinem „C-Jam-Blues“.

Welch eine wunderschöne Welt, so sang einst in englisch „What a wonderful World“ der legendäre Louis Armstrong. Der Chor trug sehr eindrucksvoll dieses Stück vor.
Das weltliche Genre kam auch nicht zu kurz. „Haste Töne“ machte musikalisch einen Schritt nach Frankreich. Mit „Paris“ von den „Wise Guys“ stand hier ein Vortrag an, der die Zuhörer zum Schmunzeln anregte.
„Africa“ von der Gruppe „Toto“ wurde vom Chor mit einem „handgemachten“ Gewitter angestimmt.

Nach Standing Ovations musste der Chor eine Zugabe geben. Für „I will follow him“ aus „Sister Act“ von Whoopi Goldberg dankte das Publikum mit frenetischem Applaus. Unter Mitwirkung der Combo „Take Four“ brachte der Chor „Aya ngena“ zu Gehör, wobei Karl-Gerd Schäfer noch ein tolles Saxophonsolo vortrug. Den „Irischen Reisesegen“ sangen die Zuhörer begeistert mit. Auf den Programmen war der Liedtext ausgedruckt worden. Mit diesem Finale fand dieser bemerkenswerte und musikalisch sehr abwechslungsreiche Musikgenuss einen würdigen Abschluss.

Steffi Leist führte mit gekonnter Manier durch das Programm, bedankte sich bei dem aufmerksamen Publikum und lud anschließend noch zu einem Umtrunk ein, was in großer Zahl in Anspruch genommen wurde.

Alle waren sich einig, wieder ein tolles Konzert erlebt zu haben.


Der Fotograf war Ralf Mohr von der Saarbrücker Zeitung






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