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Vereinsfahrt nach Trier im Juli 2018 zur Porta Nigra, dem Amphitheater und den Kaiserthermen

7. Juli 2018 12:31

Vereinsfahrt nach Trier im Juli 2018 zur Porta Nigra, dem Amphitheater und den Kaiserthermen

Die diesjährige Vereinsfahrt von Haus & Grund Riegelsberg führte am 07. Juli 2018 nach Trier. Gerade in diesem ungewöhnlich heißen Sommer war der ganztägig ununterbrochene Sonnenschein eine Selbstverständlichkeit, ja fast schon zu viel des Guten. Die Innenstadt von Trier nebst Porta Nigra ist vielen Saarländern durchaus bekannt, weshalb Ziel der zweistündigen Stadtführung auch mehrere durchaus lohnende historische Orte waren, die ansonsten jedoch weniger im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Der Stadtführer Michael Weil erwartete uns an der Tourist-Information an der Porta Nigra, dem gewaltigen Nordtor der römischen Stadtbefestigung aus der Zeit kurz vor 200 nach Christus. Durch die Verwendung des Tores als christliche Kirche wurde die Zerstörung des Bauwerkes im Mittelalter verhindert. Seine Ausmaße vermitteln auch heute noch einen Eindruck von der Qualität und den Maßen römischer Bauten. Erst durch Napoleon wurden Anfang des 19. Jahrhunderts die Kirchenteile wieder entfernt, so dass die Porta Nigra heute wieder in der ursprünglichen Form bei seiner Errichtung zu sehen ist.

Der Bus brachte uns zunächst auf den Petriberg über der Stadt Trier, von dem aus ein beeindruckender Ausblick über die gesamte Fläche der Stadt Trier und seine Lage im Moseltal möglich ist. Stadtführer Weil wies darauf hin, dass von den ursprünglichen römischen Teilen von Trier nur noch ein Teil sichtbar und zugänglich ist, während ein großer Teil der antiken Stadt Trier heute von der neuzeitlichen Bebauung überdeckt ist. Nicht umsonst macht seine römerzeitliche Vergangenheit Trier zur ältesten Stadt Deutschlands. 

Das Amphitheater konnte nur vom Bus aus gewürdigt werden. Es schloss sich die Besichtigung der römischen Kaiserthermen an, die den Bürgern der Stadt anfänglich zur Erholung, zur Hygiene und als Freizeittreff kostenlos zur Verfügung standen. Später wurden diese Anlagen als Kasernen genutzt. 25.000 Kubikmeter Wasser wurden täglich durch eine überirdische Wasserleitung aus dem Ruwertal zur Versorgung der Stadt herangeführt. Dass es nicht möglich war, solche wohltätigen Kultureinrichtungen auf Dauer zu erhalten, ließ uns eher nachdenklich zurück. Schließlich stand die Besichtigung der Basilika, der Palastaula der römischen Kaiser auf dem Programm.

Im Anschluss an den offiziellen Teil hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit, auf eigene Initiative die Stadt und insbesondere den Trierer Dom erkunden. Hunger und Durst, vor allem die Hitze des Tages, machten den Besuch eines Weinfestes direkt am Moselufer praktisch zu einem Muss. Um 18.00 Uhr brachte uns der Bus mit einem Zwischenhalt in Primstal zum Abendessen wieder nach hause, wo wir um 22 Uhr eintrafen.

Dr. Werner Habicht 

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