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Vortrag: 'Aktuelles aus dem Mietrecht' von Rechtsanwalt Horst Altmeyer, Heusweiler

19. Februar 2020 00:37

Vortrag: 'Aktuelles aus dem Mietrecht' von Rechtsanwalt Horst Altmeyer, Heusweiler

u ei­nem Vor­trag über ak­tu­el­le Pro­ble­me aus dem Miet­recht hat­te Haus & Grund Rie­gels­berg-Köl­ler­tal ein­ge­la­den. Re­fe­rent war Herr Rechts­an­walt Horst Alt­mey­er, Heus­wei­ler. In dem Re­fe­rat wur­den mög­li­che Pro­blem­fäl­le bzw. Stol­per­stei­ne an­ge­spro­chen und zwar vom Be­ginn des Miet­ver­hält­nis­ses bis zu des­sen Be­en­di­gung. Noch we­nig be­kannt ist die Recht­spre­chung , wo­nach die Woh­nung ei­nen Man­gel auf­weist, so­fern die tat­säch­li­che Miet­flä­che mehr als zehn Pro­zent ge­rin­ger ist als im Miet­ver­trag an­ge­ge­ben. Da be­reits Un­si­cher­hei­ten über die Er­mitt­lung der tat­säch­li­chen Flä­che be­ste­hen, emp­fiehlt es sich auf der Ver­mie­ter­sei­te, auf kei­nen Fall eine Flä­chen­an­ga­be in den Miet­ver­trag auf­zu­neh­men. Eine Ver­pflich­tung, ir­gend­wel­che Flä­chen­an­ga­ben in den Ver­trag auf­zu­neh­men be­steht nicht. So­fern die Min­der­flä­che 10b% über­steigt, kann dies auch rück­wir­kend zu er­heb­li­chen Min­de­rungs­an­sprü­chen sei­tens des Mie­ters füh­ren.

Im­mer noch zu we­nig be­kannt ist die ge­setz­li­che Vor­schrift, wo­nach eine Ab­rech­nung der Be­triebs­kos­ten dem Mie­ter bis spä­tes­tens zwölf Mo­na­te nach Ende der Ab­rech­nungs­pe­ri­ode zu­ge­gan­gen sein muss. Wird die­se Frist nicht ein­ge­hal­ten, be­steht auch da­nach noch ein ein An­spruch des Mie­ters auf Er­stel­lung der Be­triebs­kos­ten­ab­rech­nung und Aus­zah­lung ei­nes even­tu­el­len Gut­ha­bens, nach Frist­ab­lauf ent­fällt je­doch Kraft Ge­set­zes ein et­wai­ger Nach­zah­lungs­an­spruch des Ver­mie­ters. Schwie­rig­kei­ten be­rei­tet des Öfte­ren die Fra­ge, wel­che Ge­gen­stän­de bzw. Ein­rich­tung mit­ver­mie­tet wer­den. Be­fin­det sich bei­spiels­wei­se eine Ein­bau­kü­che in der Woh­nung, dann wird die­se Kü­che mit­ver­mie­tet mit der Fol­ge, dass der Ver­mie­ter für die In­stand­set­zung und Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Ge­rä­te zu sor­gen hat, so­fern im Miet­ver­trag kei­ne ab­wei­chen­de Re­ge­lung ent­hal­ten ist. Eben­so hat der Ver­mie­ter da­für Sor­ge zu tra­gen, dass ein bei Ab­schluss des Ver­tra­ges vor­han­de­ner Te­le­fon­an­schluss auf Dau­er nutz­bar ist.

Klau­seln im Miet­ver­trag, wo­nach der Mie­ter zur Vor­nah­me von Schön­heits­re­pa­ra­tu­ren beim Aus­zug ver­pflich­tet ist, wur­den durch die Recht­spre­chung des BGH in den letz­ten Jah­ren zu­neh­mend für un­wirk­sam er­klärt. Es emp­fiehlt sich da­her un­be­dingt, bei der Neu­ver­mie­tung je­weils die ak­tu­el­len Miet­ver­trags­for­mu­la­re von Haus & Grund zu ver­wen­den und nicht ir­gend­wel­che For­mu­la­re aus dem In­ter­net oder dem Zeit­schrif­ten­han­del. Der Abend schloss mit ei­ner leb­haf­ten Dis­kus­si­on über all­täg­li­che Fra­gen im Miet­ver­hält­nis.

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